Identität und Vision

Identität und Vision

Die Piratenpartei Schweiz hat als Vision eine Gesellschaft, in welcher der Bürger die zentrale Rolle einnimmt. Diese demokratische Gesellschaft basiert auf dem Prinzip der aktiven Mitbeteiligung eines jeden Bürgers.

Der aktive Bürger

Der Bürger ist der Eckpfeiler in unserer Demokratie. Er beteiligt sich frei am öffentlichen Leben und trägt seinen Teil nach seinen eigenen Möglichkeiten bei. Die Piratenpartei liefert ihm die Mittel und Werkzeuge, die es ihm erlauben, sich aktiv einzubringen.

Der Bürger steht jederzeit in direkter Verbindung zu den Mitgliedern und den gewählten Vertretern der Piratenpartei.
Der Bürger erhält die Unterstützung einer Partei, welche die Brücke schlägt zwischen den Herausforderungen der Informations-Revolution und der heutigen Gesellschaft.
Der Bürger mobilisiert und nimmt über demokratische Tätigkeiten Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft.

Die Werte

Die Piratenpartei stützt sich auf starke Werte:

Freiheit,
Verantwortung,
Gerechtigkeit,
Transparenz,
Respekt,
Teilen.
Für die Piratenpartei entfalten diese Werte ihre ganze Bedeutung erst in einer wahren partizipativen Demokratie.

Die Gesellschaftliche Vision

Der Schutz der Privatsphäre, die Verteidigung des Rechtsstaates in der digitalen Welt und die Freiheit, sich über jede Technologie ausdrücken zu können bilden das Fundament der Vision der Piratenpartei. Diese Herausforderungen haben aufgezeigt, dass es unabdingbar ist, die neuen Gegebenheiten der digitalen Gesellschaft in die ganze Gesellschaft zu integrieren. Heute wird in erster Linie auf Überwachung und Kontrolle menschlicher Aktivitäten gebaut. Eine solche Gesellschaft erlaubt es dem Bürger nicht, sich daran zu beteiligen seinen Beitrag zu leisten.

Die Vision der Piratenpartei stellt den Bürger in den Mittelpunkt und steht auf vier Säulen:

Die Gesellschaft

soll im Umfeld des Bürgers präventiv Gefahren / soziale Risiken absichern (Sozial / Gesundheit / Sicherheit)

Die Umwelt

soll für zukünftige Generationen erhalten bleiben und Ressourcen müssen nachhaltig verwendet werden

Das Gemeingut

muss verwaltet und weiterentwickelt werden und dies auf eine solidarischen Weise damit es allen zugänglich ist

Die Wirtschaft

soll widerstandsfähig und dezentralisiert sein um freies Unternehmertum zu ermöglichen und dabei gerecht zu bleiben.

Der Bürger soll über bessere Voraussetzungen verfügen um zur Gesellschaft beizutragen, sich den Herausforderungen der digitalen Revolution zu stellen und ihre Chancen zu nutzen. Das Piratenvorgehen ist geprägt von rechtsstaatlichem Verhalten, von Ethik und von den Piratenwerten.

Die Piratenpartei, ein Gemeinschaftsprojekt

Der Ansatz sollte pragmatisch und offen sein. Die grösse Effizienz wird angestrebt zwecks gemeinschaftlichem Formulieren von Lösungen. Die lehnt sich an den Einsatz von Kollaborationswerkzeuge, welche uns die digitale Revolution zur Verfügung stellt, in einem nicht-technokratischen Ansatz. Der Ansatz basiert auf den folgenden Bedingungen:

  1. Eine klare Vision der Herausforderung etablieren, um die Bedürfnisse zu identifizieren.
  2. Einen legislativen Rahmen bieten, in welchem die Lösung entwickelt werden kann.
  3. Dem Bürger ermöglichen sich die Mittel anzueignen um sich eine Meinung zu bilden und eine Position zu verteidigen, sowie sich an Bürgerprojekte zu beteiligen, unterstützend und mobilisierend

 

Die Mitglieder der Piratenpartei können in aktiver Weise in jedem Entwicklungsschritt des piratigen Ansatzes beitragen: die Informationen, die Debatte und die Gremien sollen stets öffentlich sein und ermöglichen jedem Einzelnen sich zu beteiligen und eine transparente Sicht auf den piratigen Ansatz zu haben.

Der folgende Text beschreibt die Vision der Piraten einer perfekten Gesellschaft

Die Piraten stellen den Menschen ins Zentrum des politischen und gesellschaftlichen Handelns, sein Wohl ist das Ziel unseres Tuns. Das Wohl des Menschen misst sich an den Möglichkeiten zur Selbstenfaltung, die ihm die Gesellschaft gibt. Zur Schaffung dieser Möglichkeiten, und um alle Menschen in gerechter Weise daran teilhaben zu lassen, gibt sich die Gesellschaft Regeln und schafft zu deren Umsetzung den Staat.

Gesellschaft und Staat sind damit eine untrennbare Einheit. Die Gesellschaft ist das Zusammenspiel aller ihr angehörenden Menschen. Der Staat, seine Vertreter und seine Organe sind in ihrem Handeln nur dann gerechtfertigt, wenn sie dem Ziel folgen, der Gesellschaft förderlich zu sein. Daraus folgen die Pflichten des Staates gegenüber den Menschen, die in diesem Staat leben, also die Bevölkerung, oder mit ihm zu tun haben.

Der Mensch ist fehlbar. So wird auch die beste Gesellschaft mit dem gerechtesten Staat an der Fehlbarkeit des Menschen scheitern, wenn dieser Tatsache nicht Rechnung getragen wird. Nur Menschen, die sich ihrer Rechte sicher sind, können sich in ihrer Überzeugung zum Wohle der Gesellschaft in das politische und soziale Geschehen einbringen. Aus dieser Erkenntnis heraus schafft sich die Gesellschaft mittels des Staates ein Korrektiv, das wir heute als Polizei und Justiz kennen. Daher ist der Wahrung von Recht und Ordnung grosse Bedeutung zuzumessen. Die Erfüllung dieser Aufgabe darf die Würde des Menschen keinesfalls verletzen – sie hat die Unschuldsvermutung zu garantieren, um die individuelle Selbstenfaltung nicht einzuschränken.
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Damit ein Mensch frei und selbstbestimmt leben kann, ist es unerlässlich, ihm essenzielles Grundwissen zu vermitteln und ihn in die Lage zu versetzen, sich selbstständig weiteres Wissen anzueignen und seine Fähigkeiten zu erweitern. Diese Aufgabe erfüllen Bildung und Erziehung. Die Bildung ist darauf auszurichten, den Menschen das Lernen zu lehren. Es sind jene Fähigkeiten zu vermitteln und zu fördern, die ihn in die Lage versetzen, selbstbestimmt zu leben und sich zu entfalten. Dafür sind Logik, Mathematik, Sprachfertigkeit, Lernmethodik und eine breite praktische Grundbildung in möglichst vielen Bereichen Grundvorausetzung.

Damit der Mensch sich in die Gesellschaft einbringen kann, ist der Zugang zu allen Informationen, die das Funktionieren der Gesellschaft betreffen, unerlässlich. Der ungehinderte Zugang zu Informationen und Daten ist die Voraussetzung für eine funktionende Gesellschaft und damit für einen gerechten und demokratischen Staat.

Die Infrastruktur und die Versorgung der Gesellschaft dürfen nicht unverhältnismässig zu Lasten unserer Umwelt gehen. Fortschritt und Wachstum sind so zu gestalten, dass die Biosphäre unseres Planeten wenig belastet wird. Exzesse sind nicht bloss abzustellen, sondern es ist eine Wiederherstellung der Umwelt anzustreben.

Wo diese nicht bereits durch die Wirtschaft zufriedenstellend betrieben wird, gewährleistet der Staat eine Infrastruktur, die Chancengleichheit und die Möglichkeit zur Selbstentfaltung ermöglicht. Die Infrastruktur umfasst Produktion und Vertrieb von lebenswichtigen Gütern und die Bereitstellung der Versorgungsnetze, wozu auch Informations- und Kommunikationsinfrastruktur gehören. Die Anbieter der Versorgungsnetze verhalten sich neutral, behandeln also – unabhängig von Sender und Empfänger – alle transportierten Einheiten gleich. Jeder Mensch hat das gleiche Anrecht auf Zugang zur Infrastruktur.

Die Wirtschaft mag sich frei entfalten, Schranken setzen ihr das Wohl der Umwelt, das Gemeinwohl und gesellschaftliche Sicherheit. Kapital wird in Form von Bildung und Infrastruktur für Transport, Kommunikation und Produktion angelegt, so dass die Gesellschaft und jeder Mensch seinen Nutzen aus diesem gesellschaftlichen Kapital ziehen kann.

Repost von PP Schweiz